Um beim Thema "Gutes tun" noch eins draufzusetzen, hat Carolin Holat, Startup Gründerin von "Meinfahrradspendet UG", zusammen mit zwei Kollegen das Projekt "Karlsruher Spendenradeln" ins Leben gerufen, bei dem Unternehmen, soziale Einrichtungen und Privatpersonen aus Karlsruhe in einer "Win-Win"-Aktion zusammenkommen. "In Deutschland gibt es ein jährliches Spendenaufkommen von etwa 8 Milliarden Euro, während Unternehmen circa 25 Milliarden in den Marketingbereich investieren. Wir wollen mit diesem Projekt Unternehmen animieren, einen kleinen Teil ihres Werbebudgets in unsere Spendenaktion umzuleiten, damit auch soziale Einrichtungen in Karlsruhe davon profitieren", erklärt Carolin Holat. Die Idee ist, dass Unternehmen 80 Euro pro Kunstoffscheibe mit entsprechendem Unternehmenslogo investieren, Karlsruher Radfahrer sich die Scheibe an ihr Rad montieren lassen und so umweltfreundlich durch die Stadt radelnd für das Unternehmen werben. Schirmherr der Aktion ist der Karlsruher Bürgermeister Martin Lenz.
"Frau Holat hat der Liga der Freien Wohlfahrtsverbände ihr Projekt vorgestellt und uns überzeugt, dieses Projekt zu unterstützen", sagt Hans-Gerd Köhler, Vorsitzen-der der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Karlsruhe und 1. Vorstand der Karlsruher Caritas. Die Beiertheimer Tafel, eine Einrichtung in Trägerschaft des Caritasver-bandes Karlsruhe e.V., finanziert sich größtenteils aus Spendeneinnahmen. Sie hofft mit der durch das Spendenradeln eingenommenen Summe sich eine neue Kühltruhe und Theke für Molkereiprodukte anschaffen zu können. "Beide Geräte sind alt und sehr reparaturanfällig, sie müssen allerdings bis zur Sommersaison durchhalten, bevor wir sie ersetzen können", erklärt Ralph Beck, Marktleiter der Beiertheimer Tafel. "Der Kundenandrang ist nach wie vor hoch. Wir müssen dafür sorgen, den steigenden Bedarf zu befriedigen. So freuen wir uns über jede Hilfe", so Beck
Die Aktion wird mit einem Mobilitätsfestival am 16. und 17. Juni gefeiert, bei dem die Spenden an die sozialen Einrichtungen übergeben und die Sponsoren geehrt werden. Für die werbewirksamen Radfahrer findet eine Tombola statt. Eine rundum gute Sache, die auch in den kommenden Jahren in der Draisstadt stattfinden soll.
Informationen, wie Unternehmen und Radfahrer sich in die Spendenaktion einbringen können und für welche soziale Einrichtungen gespendet werden kann, findet man auf der Website www.karlsruher-spendenradeln.de oder an E-Mail: in-fo@karlsruher-spendenradeln.de.